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Hohe Anforderungen an Wassermanagement-Systeme

Trinkwasser muss grundsätzlich sehr sauber sein. Das ist eine Frage der Sicherheit. Nun zeigt sich allerdings in der Praxis, dass auch in bestens geplanten und installierten Trinkwasseranlagen Risiken auftreten. Diese ergeben sich unter anderem durch ausserplanmässige Betriebsunterbrechungen, Beschädigungen oder Nutzungsveränderungen. Um das Trinkwasser vor Verunreinigung zu schützen, kommen moderne Wassermanagement-Systeme zum Einsatz.

Warum sind Betriebsunterbrechungen für das Trinkwasser gefährlich?

Jede Installationen wird für einen sogenannten bestimmungsgemässen Betrieb geplant. Das bedeutet: Die Anlagen sind so ausgelegt, dass sie sicher sind, wenn das Trinkwasser dort relativ konstant fliesst. Damit tritt im Rohr und in den Armaturen ein gewisser Selbstreinigungseffekt auf. Bestimmte Keime entwickeln sich nur im stehenden Wasser oder im leeren Rohr.

Wenn nun die geplante konstante Nutzung nicht mehr erfolgt, birgt das ein Risiko für das Trinkwasser. Betriebsunterbrechungen ergeben sich beispielsweise durch eine Umnutzung, Ferien oder auch die Sperrung einzelner Entnahmestellen, die während der Corona-Pandemie wegen des geforderten Abstands von zwei Nutzern in einer gemeinschaftlichen Entnahmestelle (Gemeinschaftsbäder von Badeanstalten, Sportklubs etc.) nötig ist.

Was leisten Wassermanagement-Systeme grundsätzlich?

Sie simulieren den vorgesehenen, bestimmungsgemässen Betrieb und sorgen damit für die Trinkwasserhygiene. Zu diesem Zwecke führen Wassermanagement-Systeme termingesteuerte Stagnationsspülungen durch. Diese sind nötig, um den Mindestwasserwechsel an allen Zapfstellen sicherzustellen, wie ihn die VDI 3810 (Blatt 2) und die VDI 6023 (Blatt 3, Kapitel 6.1) fordern. Als Zeitrahmen gelten hierbei 72 Stunden.

Das genügt, um die Trinkwasserhygiene sicherzustellen. Da eine Stagnationsspülung zentral gesteuert wird, öffnen sich mehrere Armaturen gleichzeitig. Diese Gleichzeitigkeit liegt der Planung einer Trinkwasseranlage zugrunde. Nur dadurch entstehen die erforderlichen Fliessgeschwindigkeiten, mit denen auch in Rohren mit grossem Durchmesser der Wasseraustausch selbst in den Randzonen stattfindet.

Das verhindert das Rohr-in-Rohr-Phänomen, bei dem sich durch Ablagerungen im Rohr ein engeres Rohr aus Rückständen bildet. Dieses ist die Brutstätte von Keimen. Gleichzeitig verringert es den Wasserdurchsatz, erhöht damit die Gefahr der Keimbildung und kostet ausserdem Geld und/oder Komfort.

Liessen sich die Armaturen auch manuell öffnen?

Das wäre selbstverständlich möglich und wurde auch in früheren Zeiten so praktiziert, denn das Problem der Trinkwasserhygiene ist uralt. Nach unserem modernen Verständnis von Facilitymanagement zu angemessenen Kosten wäre aber der personelle Aufwand hierfür viel zu hoch. Es gehören immerhin auch Dokumentationen dazu, die Trinkwassermanagement-Systeme automatisch durchführen.

Diese haben noch einen weiteren Vorteil: Sie überwachen und steuern die Wassertemperatur. Trinkwasser benötigt für seine Keimfreiheit ganz bestimmte (heisse und kalte) Temperaturen. So soll etwa das Kaltwasser an heissen Tagen nicht wärmer als 25 °C werden. Diese Marke gilt als kritisch, unter anderem entwickeln sich in wärmerem (aber nicht in heissem) Wasser Salmonellen sehr gut.

Trinkwassermanagement-Systeme verfügen über inte­grierte Temperatursensoren, die in solchen speziellen Fällen eine häufigere Stagnationsspülung auslösen. Auch schützen sie die Anlage vor Schäden durch einen Leckageschutz. Die thermische Desinfektion nach längerem Stillstand unterstützen sie ebenfalls. Das Trinkwasser ist mit diesen Systemen sicher.

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