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Im Fokus: die Toilette

Die Sanitärtechnik bringt immer wieder Innovationen hervor, so in den Bereichen private Sauna-, Wellness- oder Whirlpoollandschaft. Das mag seit dem Ausbruch der Coronapandemie hochwillkommen sein, wenn sich Menschen in die eigenen vier Wände zurückziehen müssen.

Es gibt aber darüber hinaus Beachtenswertes zum ganz profanen WC zu berichten. Das zeigen Neuerungen aus Rapperswil und Gelsenkirchen.

Was ist am WC so spannend?

Es ist vor allem das Wasser, was bei jedem WC-Gang durch die Toilette spült. Durchschnittlich benutzen wir täglich sechsmal das WC, spülen mit ~6,6 Litern und verbrauchen daher pro Tag knapp 40 Liter Spülwasser. Das ist sehr viel. Es fragt sich also, ob wir das Wasser fürs WC nicht sparsamer einsetzen können. Hierfür gibt es durchaus Ideen.

So erfand vor einigen Jahren der Schweizer Student Joachim Indermaur ein System, das den Papierverbrauch durch das Messen der Rollenbewegung (der Klopapierrolle) beim WC-Gang ermittelte und danach die nötige Wassermenge für das WC ermittelte. Das sollte mehr Einsparungen bringen als die Zweitastenspülung, die wohl nur 11% Wasser einspart. Die meisten Menschen benutzten nämlich die kleine Taste nicht.

Allerdings konnte sich Indermaurs Idee am Markt nicht durchsetzen. Das ist bei vielen Innovationen der Sanitärtechnik der Fall. Dennoch bleibt das WC im Fokus der Entwickler. Es wird nämlich angestrebt, den gegenwärtigen Wasserverbrauch einer Toilette auf reichlich die Hälfte zu senken. Mehr Einsparungen sind wohl nicht möglich, ohne das Spülergebnis zu gefährden. Doch das Erreichen der angepeilten Zielmarke wäre schon etwas.

Wachsende Bedeutung der Sanitärtechnik

Die Sanitärtechnik hatte in den letzten Jahren ein wenig ein Schattendasein gefristet. Andere gebäudetechnische Funktionen schienen wichtiger zu sein. Vor allem das Einsparen von Energie und die damit verbundene Wärmedämmung wurden und werden immer noch sehr stark beachtet. Es erscheint in der Tat wichtiger zu sein, den CO₂-Ausstoss zu senken, als sich um den Wasserverbrauch beim WC-Gang zu kümmern.

Die scheinbare Marginalisierung der Sanitärtechnik lässt sich in der Schweiz auch daran ablesen, dass es hier keinen Lehrstuhl für das Fachgebiet gibt. Deutschland ist da weiter, an der Hochschule Gelsenkirchen gibt es so einen Lehrstuhl (der allerdings ein europaweites Novum ist). Über 30 Jahre hatte dort Prof. Dr. Mete Demiriz gewirkt, dem wir etliche Innovationen der Sanitärtechnik verdanken. Unter anderem erfand er den Gelsenkirchener Pflaumenmustest: Mithilfe von Früchtemus bewertet dieser die Spülcharakteristik einer Toilette.

Das WC mit eingebauter Dusche hat Prof. Demiriz schon vor etlichen Jahren richtig vorausgesehen. Das höhenverstellbare WC bezeichnete er als Sanitärtechnik 4.0, es ist für ältere Personen enorm bedeutsam. Inzwischen ermittelt ein intelligentes WC die optimale Sitzhöhe. All diese Innovationen zeigen: In der Toilette ist noch viel Musik drin. Wahrscheinlich werden die Entwickler in den kommenden Jahren das WC deutlich häufiger mit Neuerungen bedenken, als das bisher der Fall war.

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